Praxisorientiert und strukturiert: die Arbeitssicherheit

In Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheit wird bei FES nichts dem Zufall überlassen – ein professionelles Management sorgt für sichere Arbeitsplätze und die Vermeidung von Unfällen.

Ein professionelles Arbeitsschutzmanagement ist die Basis für erfolgreiches und sicheres Arbeiten. Insbesondere dort, wo die Abläufe komplex und sehr technisiert sind, müssen hohe Anforderungen an die Sicherheit gewährleistet sein. Geänderte gesetzliche Regelungen bringen dabei zusätzliche Herausforderungen mit sich.
Bei FES arbeiten die Geschäftsführung und Betriebsleitung mit der Arbeitssicherheit, dem Betriebsrat, dem arbeitsmedizinischen Dienst (AMD) und allen anderen Beauftragten konstruktiv und vertrauensvoll zusammen, um die besten Lösungen zu finden. Das Ziel: die  Unfallzahlen weiter niedrig zu halten und menschen- und altersgerechte Arbeitsplätze zu bieten.

Die Unfallquoten der FES-Gruppe betragen nach TMQ (Anzahl der meldepflichtigen Betriebsunfälle x 1.000 x Anzahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Mitarbeiter durch die Anzahl der insgesamt im Jahr geleisteten Arbeitsstunden):
TMQ 2016: 34, vorläufige TMQ 2017 (Zahl lag bei Redaktionsschluss noch nicht vollständig vor): 45.


Viele Wege für ein Ziel

FES vertraut beim Arbeitsschutz auf verschiedene Instrumente, die 2016 weiter etabliert wurden:

  • Beratung und Informationen zu neuen Gesetzen und deren Auswirkungen
  • Vor-Ort-Begehungen
  • Unfallanalysen
  • Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses (ASA)

Die Stabsstelle Arbeitssicherheit wurde dabei weiter aufgestockt und umstrukturiert. So werden Führungskräfte und die Geschäftsleitung noch professioneller und umfangreicher beraten. Das Ergebnis ist ermutigend: Meldepflichtige Unfälle konnten im Jahr 2016 um 25% gesenkt werden.
Im Fokus der Arbeitssicherheit standen in den Jahren 2016/2017 unter anderem die Umsetzung neuer gesetzlicher Regelungen, die Anpassung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und die Einführung eines IT-gestützten Instruments, das z. B. sowohl Einweisungen als auch das Nachhalten von Dokumentationen erleichtert.


Bester Schutz in Zeiten des Klimawandels

Aber auch vermeintlich weniger bedeutsame Maßnahmen wie angepasste und verbesserte Sommerkleidung waren dem Unternehmen wichtig. Denn gerade in den heißen Sommermonaten benötigen die Mitarbeiter eine Warnschutzkleidung, die leicht und sehr atmungsaktiv, aber körperbedeckend ist. Die Unfallkasse Hessen hat im Rahmen einer Studie mit ausgesuchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Messversuch zum Thema UV-Strahlung durch die Sonne durchgeführt. Wenn die Daten ausgewertet sein werden, werden sie in die Ausarbeitung weiterer Schutzmaßnahmen einfließen.

Mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren

Die neue Branchenregel zum Rückwärtsfahren für die Abfallwirtschaft hatte große Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe. Die Anforderungen in einer Großstadt wie Frankfurt umzusetzen, ist eine komplexe Herausforderung, die aufwendige Maßnahmen erforderte. So wurden seit 2016 alle Straßenabschnitte, die rückwärts befahren werden, von den einzelnen Entsorgungsteams gemeldet. Sie wurden erfasst, damit Gefährdungen besser beurteilt werden können. Derzeit werden Touren umgestaltet und neue Lösungen gefunden, die beides optimal berücksichtigen: die Sicherheit der Mitarbeiter und die Servicebedürfnisse der Kunden und Bürger. Das Ziel ist, dass FES seine kundenorientierten Dienstleistungen trotz erschwerter Bedingungen weiterhin in der gewohnten Qualität anbieten kann.

Im Jahr 2017 standen weitere Schwerpunkte auf dem Plan, allen voran die Fertigstellung aller Arbeitsschutzdokumente sowie eine Softwarelösung für Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit. Auch die IT-gestützte Unterweisung, Fremdfirmeneinweisung und Kontrolle sind Bestandteile dieser Lösung. Doch nicht nur die Technik, auch der Mensch stand bei FES 2017 im Fokus. Das zentrale Thema: „Ermittlung der psychischen Belastungen und Einbindung in die Gefährdungsbeurteilungen“. Es wird auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil des Arbeitsschutzes sein.

Arbeitsunfälle FES-Gruppe

  2016 2017
Tausend-Mann-Quote * 34 45 **

* Tausend-Mann-Quote = (Anzahl der meldepflichtigen Betriebsunfälle x 1000 x Anzahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Mitarbeiter) / Anzahl der insgesamt im Jahr geleisteten Arbeitsstunden

Die Anzahl der durchschnittlichen Arbeitsstunden wird von der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) veröffentlicht.

2016: 1.570 (Vollarbeiterrichtwert)

** vorläufige Zahl


Unfallmanagement bei erschwerten Bedingungen

Die zunehmende Verkehrsdichte in der Stadt sowie die stark zugeparkten Straßen führen zu steigenden Kfz-Schäden in der FES-Gruppe. Die FES-Tochter FFR, die für die mobile Verkehrssicherung z. B. an Baustellen zuständig ist, sieht sich zunehmend mit einem weiteren Phänomen konfrontiert: Sturmschäden etwa durch umfallende mobile Verkehrsschilder bei Extremwetterlagen nehmen ebenfalls zu und belasten die Betriebshaftpflicht. Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen steuern hier entgegen. Erfreulich jedoch: Winterdienstschäden, bei denen Personen bzw. Bürger und Bürgerinnen aufgrund von Glätte ausrutschen, nehmen ab. Die meisten Haftpflichtschäden entstehen durch den Transport von Tonnen und Behältern vom und zum Standplatz.


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